Beziehung
Staat
und
Mensch
Erläuterung zum Thema
Es ist uns ein grosses Anliegen, dieses Thema „Beziehung Staat und Mensch“, mit unseren Gedanken offen zu teilen. Dabei darf und soll jeder Leser, jede Leserin selbstverständlich seine eigene Meinung haben. Es erscheint uns jedoch wichtig, dass wir Menschen über unsere Lebenssituation Gedanken machen sollten. Wir sind der Meinung, dass die Beziehung Staat und Mensch nicht die ist, welche sie sein sollte. Besonders der Mensch an und für sich, erkennt sich nicht, oder spät, welche Rolle er in diesem inszenierten Welttheater wirklich hat. Meist lebt Mensch die Rolle, welche der Intendant Staat, ihm mehr oder weniger zugespielt hat. So – unser empfinden.
Sind wir vom Schweizer Staat geflüchtet
Wie bereits erwähnt, haben wir die Schweiz nicht aus den nachfolgenden Gründen verlassen, nein, dies ganz bestimmt nicht und trotzdem haben diese Gründe Spuren hinterlassen. Es sind Gründe, die jeder Mensch sicherlich anders erlebt, da jeder Mensch in einer anderen Situation steht und sich in einem anderen Bewusstsein befindet. Wir fühlten uns als Schweizer Bürger mehr als Diener für den Staat, der Wirtschaft dem System und nicht in einem Staat, welcher Menschen unterstützt und fördert, damit sich menschliche Werte entwickeln dürfen und dadurch menschliche Wesen entfalten. Leider ist dies nicht nur in der Schweiz so, sondern weltweit.
Ein schwieriges Thema
Dieses Thema war und ist äusserst schwierig zu umschreiben, diese Version ist sicher bereits die vierte und wir hoffen, nun auch die letzte Version. Es ist uns wichtig, nicht als Ankläger hier zu erscheinen, oder als motzende ehemalige Schweizer Bürger. Dieser Text sollte Anregung sein zu eigenen Gedanken für jeden einzelnen Menschen.
Der Mensch und die Menschlichkeit
So möchten wir beginnen zu umschreiben, warum wir uns mehr als dem Staat dienende Bürger fühlten, statt als Menschen empfanden, welche vom Staat soweit unterstützt werden, um menschliche Attribute in einem Menschenleben zu fördern und zu optimieren. Anhand der aktuellen Kriege, Aufrüstungen und sonstigen unzähligen Konflikten, sind wir Menschen noch weit entfernt von einer sogenannten „Menschlichkeit“. Noch haben wir scheinbar eine grosse Portion Tier in uns. So wäre die oberste Priorität jedes Staates, die Förderung und Entwicklung von menschlichen Attributen und nicht der Förderung von Wirtschaft und dem sogenannten „System“, oder noch schlimmer, der Förderung von Armeen und Waffensystemen. Erst in Extremsituationen zeigt sich oft der wahre Bürger, der wahre Mensch, wieviel Menschlichkeit vorhanden ist oder eben leider nicht.
Das *“System“ verlangt nach stetem Wachstum, Leistung, Effizienz, Perfektion, Flexibilität, Ausdauer und Opferbereitschaft. Genau solche Werte sind im Fokus vom Staat und System und begleiten die Bürger ihr Leben lang. Alles ist ausgerichtet, damit der optimale Bürger die oben genannten Anforderungen bewältigen möchte und nicht muss. Der Mensch hat, jedoch nur scheinbar, die freie Wahl.
Der Bürger darf menschliche Werte haben, stören diese jedoch das System oder den Staat, führt dies unweigerlich zu Konflikten. Der Bürger wird ruhig oder bloss gestellt, ausgegrenzt und missachtet bis zur Verleumdung. Andere Meinungen zum Staat oder zum System werden kurzum klein gemacht. Andere Ansichten von zu lauten Bürgern ist nicht nur unerwünscht, sondern solche Bürger werden indirekt bestraft durch Sanktionen jeglicher Art. Schwimmt der Bürger mit dem System, erhält dieser als Belohnung Beachtung und Unterstützung. Allerdings verlieren mit der Strömung schwimmende Bürger dadurch ihre Eigenständigkeit, ihren freien ursprünglichen Willen. Sie leben in einem Weltbild, geformt durch den Staat und dem System. Solche Bürger Leben, nach unserer Einschätzung, unbewusst im sogenannten „betreuten Denken“.
Das *“System“
*) Der Begriff „System“, steht für uns als Synonym für die global herrschenden Machtverhältnisse. Die tatsächlichen Mächte, welche hinter den Kulissen bestimmen, wohin Staaten und damit die Menschheit zu führen ist. Ein extrem gut vernetztes „System“ der wirklich mächtigen und Einflussreichen dieser Welt. Mächtige welche entscheiden was der Bürger, der Mensch, als „Gut“ und was als „Böse“ betrachtet werden soll.
Dem „System“ ist nichts wichtiger als das „System“.
Wir sind in der Überzeugung, dass welttragende Entscheidungen, wichtige Organisationen, Hochschulen, die Wissenschaft, die Politik und damit auch Regierungen durch das „System“ beeinflusst, manipuliert oder mindestens bedrängt werden. Alle oben genannten, sind in der finanziellen oder politischen Abhängigkeit und damit nicht frei im Denken oder Handeln.
Abhängigkeit beeinflusst freies Handeln und denken!
Das ist unsere Überzeugung und muss nicht der Wahrheit entsprechen. Jeder Bürger, jeder Mensch sollte sich selber davon überzeugen, wer bei welchen Entscheiden schlussendlich welchen Nutzen generiert. Jiddu Krishnamurti sagte immer „Nur wer selber Aufmerksam ist, selber erlebt und spürt, wird das wahre erkennen.
Die richtigen Werte
Mit anderen Worten, unterstützt und fördert der Staat falsche Werte. Wichtige Werte sind, welche den Mensch selbst, seine direkte Umgebung, seine direkte Gemeinschaft, sein Land und nicht zuletzt die Erde und allem was ist, hilft zu entwickeln. Damit Mensch – in Zukunft – ein „menschliches“ Wesen, mit „menschlichen“ Attributen sein darf und kann. Welche Attribute wären demnach zu fördern, damit sich der „Mensch“ zu einem „menschlichen“ Wesen entwickeln könnte.
- Kollektives Denken im grossen Ganzen, in der Gesamtheit von allem was ist
- Ein tatsächlich menschliches Wesen lebt den Altruismus, mit selbstlosem Denken und Handeln
- Die „Bedingungslose Liebe“ – ein unverzichtbares menschliches Gütesiegel
- „Mitgefühl“ und Demut, ist wahrhaftige Stärke und Grösse. (Nicht verwechseln mit Mitleid)
- Gefolgt vom menschlichen Bewusstsein– Bewusst im Sein, mit entwickelndem höheren Bewusstsein, welches viele Menschen vernachlässigen oder gänzlich aus dem Fokus verlieren
- Die Intelligenz und nicht der Intellekt, als gesammeltes Wissen, als geistige Erfassung, ist zwingend notwendig, damit überhaupt eine Entwicklung zu einem zukünftigen menschlichen Wesen möglich ist (korrigiert am 3. Dez. 2024)
Die Selbstreflexion
In der heutigen, scheinbar modernen Zeit, reden viele von der Selbstreflexion. Das eigene Denken, Fühlen und Handeln zu hinterfragen. Sicher bemühen sich viele, da die Selbstreflexion, so denken wir, eine programmierte Funktion in unserem Wesen ist, eine Art Kontrollschleife. Nicht in erster Linie um möglichst menschliche Züge zu entwickeln, sondern eher um dem „System“ zu gefallen, um innerhalb im „System“ eine gefälligere Rolle zu erhalten. Dem Intendanten zu imponieren, vielleicht springt eine Hauptrolle dabei heraus, etwas böse formuliert. Dabei ist äusserste Vorsicht geboten, denn das Ego spielt in einer Selbstreflexion kräftig mit.
Selbstreflexion in der Partnerschaft, am Arbeitsplatz, oder im Freundeskreis etc.– warum nicht eine Selbstreflexion im Bezug zum Staat zum „System“. Weil wir als Bürger des Staates machtlos sind oder ganz einfach weil uns nichts störendes auffällt? Zu diesem Aspekt haben wir folgende Feststellung mit integrierter Frage:
Ein Staat ohne Bürger ist kein Staat, ein Bürger ohne Staat ist ein freier Mensch, der Staat braucht zwingend Bürger, wieviel Staat braucht der Mensch?
Der Staat und das "System" moduliert seine Bürger
Da der Staat andere Werte und dadurch andere Prioritäten setzt, kommt die Entwicklung zu einem menschlichen Mensch zu kurz oder fehlt gänzlich, so unsere Meinung. Seit langem wird, in unserem Empfinden, der Mensch als Bürger für ein „System“ erzogen und geformt. Der optimale Bürger entspricht der Form des Staates. Passt der Bürger nicht in diese Form, wird es schwierig für diesen Bürger. Denn der Staat hat nur diese eine Form. Der Bürger hat sich an die Form anzupassen oder zu leiden, Alternativen gibt es nicht wirklich. Flexibilität aus dieser einen Form, für alle Anforderungen ist selbstverständlich, wird erwartet und ist keine besondere Eigenschaft. Die Entwicklung und damit die Wirtschaft ist in konstanter Veränderung, der Bürger hat sich daher laufend anzupassen, basierend aus der einen staatlichen Form.
Selbstanalyse
Es darf jede/r selber alle staatlich direkt oder indirekt gestützten oder geförderten Einrichtungen, Organisationen, Grosskonzerne oder Banken unter die Lupe nehmen. Es würde hier zu weit führen auf Einzelheiten hinzuweisen, ob eine Förderung der oben genannten menschlichen Werte tatsächlich irgendwo durchgeführt und umgesetzt werden. Nicht als Ziel ein erfolgreicher Staat zu sein und zu bleiben, sondern als Ziel auf eine menschliche Weltgemeinschaft hinzusteuern. Eine Gemeinschaft welche im grossen Ganzen denkt wie auch handelt und nicht nur bis zur eigenen Haustür oder bis zur eigenen Landesgrenze.
Erkenntnis
So sehr wir uns auch bemühen und durchleuchten, ausnahmslos werden die Werte zur Förderung eines menschlichen Wesens missachtet oder sogar bewusst und gezielt unterdrückt. Alle geförderten Werte beruhen auf Gewinnorientierung, Leistungsbewusstsein oder Effizienzsteigerung und sind Nutzbringer für die Wirtschaft für das „System“ für den Staat.
Die Wirtschaft muss am laufen gehalten werden, damit das „System“ und scheinbar der darin lebende und dienende Bürger nicht unter geht. Manche Bürger fühlen sich inzwischen wie ein junger Hund, welcher versucht in seinen eigenen Schwanz zu beissen, immer schön im Kreis. Ein Ausweg scheint es nicht zu geben. Der Kapitalismus hat seinen Preis. Ein Umdenken ist angebracht. Vom „System“ gepushte und stark beleuchtete Probleme wie Überbevölkerung, Klimawandel oder irgendwelche mögliche Pandemien durch dauernd mutierende Viren und sonstige Ängste schürend, sind wirksame Ablenkungen der Bürger von dem tatsächlichen und wirklich ernsthaften Problem. Nämlich das Problem einer stagnierenden oder sogar einer Rückentwicklung des Menschen der diesen Begriff bald nicht mehr verdient, da die Menschlichkeit immer mehr verloren geht. Spätestens, wenn es um die reine Existenz geht – wird der Mensch – sehr schnell – sehr unmenschlich, wie das weltweite Misstrauen unter unzähligen Staaten dieser Erde aufzeigen.
Es gäbe hier weitere unzählige Gründe mehr zu erwähnen, warum ein Umdenken wirklich notwendig ist. Betrachtet Mensch alleine nur die Machtverhältnisse und Einflussnahme der Grosskonzerne, die Vernetzung der Kapitalkräftigen wie auch die Abhängigkeiten von Politik und aller Systemrelevanten Einrichtungen und Organisationen, offenbart ein nicht menschliches und fremd gesteuertes „System“. Wir finden, dass der Mensch in diesem „System“ nicht Mittelpunkt sondern eher Spielball ist. Ein Ball der notwenig ist und bespielt wird, solange dieser noch glänzt. Abgewetzte, kaum noch mit Luft gefüllte Bälle werden ersetzt. Im besten Fall erhält der Ball, weil er ein Gewinner war, einen Platz in einer Glasvitrine.
Wer trägt die Schuld
Wer ist Schuld an diesem Dilemma? Wird es überhaupt als Dilemma gesehen? Wenn ja– ist es der Staat, das „System“ an sich, oder doch der Bürger als Mensch. Alles entstand durch gewachsene Strukturen. Nicht von heute auf morgen, sondern allmählich über Jahrhunderte oder mehr. Dadurch war es auch erst möglich, Bürger nach dem „System“ anzupassen als umgekehrt. Der Mensch sollte nicht erkennen, dass er, der eigentliche Mittelpunkt ist, um das sich alles drehen sollte. Inzwischen ist der Mensch die „Energiequelle“ für das „System“. Daher trägt der Mensch eine gewisse Mitschuld weil er dies zulässt und nicht durchschaut. Der Bürger und schlussendlich auch der Mensch, täte gut daran, so unsere Überzeugung, endlich aufzuwachen, endlich zu erkennen, wohin uns das „System“ führen wird. Ändern kann es nur der Mensch selbst, nicht der Staat und nicht das „System“. Im Gegenteil, das „System“ wird alles nur erdenklich mögliche unternehmen, damit der Mensch ein dem „System“ dienender Bürger bleibt, egal zu welchem Preis, zu welchen Verlusten zu welchem Leid. Das „System“ hat seine eigene Macht-Dynamik, sein eigener Überlebenswille.
Schlusswort zum Thema „Beziehung Staat und Mensch“
Aus unserer Überzeugung, hat der Mensch die Aufgabe, sich zu einer menschlichen Wesenheit entwickeln zu dürfen. Sein Bewusstsein zu optimieren und sein höheres Bewusstsein entwickeln zu dürfen. Noch besitzt der Mensch „tierische“ Anteile. Wichtige menschliche Werte wie Demut, Altruismus, Mitgefühl oder Bedingungslose Liebe etc. entwickeln sich nicht von selbst. Mensch darf sich bewusst darum bemühen. Lebt der Mensch jedoch in dauernder Angst, Angst um seine Existenz, Angst vor Krankheiten, Angst ausgegrenzt zu werden oder Angst zu versagen, dem System nicht gerecht zu werden, fehlt dem Mensch die notwendige Aufmerksamkeit auf das wirklich Wesentliche. Der Mensch ist in der Ablenkung und nicht im Sein. Der Mensch verliert den Fokus auf das was ist, das wahre. Er lebt immer tiefer in einer vom „System“ manipulierten Illusion. Wir leben in konstanter Ablenkung, sei es durch die vielen staatlichen Anforderungen und Regulierungen an den Bürger, oder in wachsendem Bedürfnis, Erholung zwingend konsumieren zu müssen.
Bewusst erwachen, dem Schlaf entrinnen, den Schein erkennen und fühlen was ist.
Wir wünschen uns eine kollektive Entwicklung vom Bürger hin zum Menschen, bis zur menschlichen Wesenheit. In einer Gesellschaft ohne Ängste, ohne Zwänge, frei im Denken als menschliches Wesen in der Bemühung, die menschlichen Werte als oberstes Ziel anzustreben. Leicht wird es nicht, aber befreiend der Gedanke, wenn es gelingt. In diesem Sinne, schliessen wir dieses Thema hier und jetzt, im Vertrauen, dass eines Tages, nicht der Staat, oder das „System“ im Mittelpunkt steht, sondern die menschliche Entwicklung zu einer menschlichen Wesenheit für die Optimierung vom grossen Ganzen.
Empfehlenswerte Hinweise für menschliches Erwachen
Es gibt unzählige Denker zum Thema wie die Welt und damit der Mensch gesehen werden darf. Sollte jemand Interesse haben, mehr erfahren zu wollen, ein Weltbild zu erlangen, welches nicht dem heutigen gesellschaftlichen kleinen Weltbild entspricht, sind die nachfolgend aufgeführten Autoren und Denker, wie auch Mystiker empfehlenswerte Quellen. Diese Menschen führen den normalen Bürger in eine andere Dimension, in ein gigantisches Weltbild mit kaum vorstellbarer Dimension. In eine Dimension welche automatisch zu einer neuen, anderen Denkweise führt. In eine Denkweise weg vom Kleinen, hin zum grossen Ganzen – zu dem was ist. Verschiedene Autoren mit verschiedenen Sichtweisen und einer schlussendlich identischen und übereinstimmenden Erkenntnis.
Erkenntnisse aus der Physik
- Hans-Peter Dürr (Deutscher Physiker)
- Tom Campbell (Amerikanischer Physiker)
Erkenntnisse aus der Philosophie und Theosophie
- Rudolf Steiner (Österreichischer Schriftsteller, Theosoph, Anthroposoph)
- Armin Risi (Schweizer Dichter und Autor)
Erkenntnis und Darstellung durch Mystiker
- Martinus Thomsen (Dänischer Schriftsteller und Mystiker)
- Jiddu Krishnamurti (Indischer Philosoph und Mystiker)
Diese Quellen sollen als Unterstützung, hin zu einem neuen Denken dienen. Allerdings mit erneutem Hinweis, dass die beste Lehrstunde in der alltäglichen Aufmerksamkeit liegt und dadurch selbst erlebt und erfahren wird.
Nur unser Verstand steht uns im Weg das Wahre erkennen zu dürfen!
Somit schliessen wir an dieser Stelle auch mit diesem schwierigen, jedoch sehr wichtigen Thema. Danke für die Geduld.
