Tagebuch - 2026

29. Dezember - 2025 - Beginn eines neuen Jahres

Noch sind wir im 2025, doch starten wir schon bald in das neue Jahr 2026 voller Zuversicht. Noch haben wir keine Sicherheit im Thema Aufenthaltsbewilligung. Noch steht unser Online Antrag im Status „In Bearbeitung“. Wir sind aber zuversichtlich, dass alles eine administrative Angelegenheit ist und natürlich noch die Bezahlung für Stempel im Pass und neuer ID-Karte geleistet werden muss. Wenn es sein darf, wird es auch diesmal klappen, dass wir zwei weitere Jahre hier bleiben dürfen. Nach Ende unseres zukünftigen  dritten Antrags, im Jahre 2029, wären wir dann 5 Jahre im Land Tanzania und wären berechtigt, eine Daueraufenthaltsgenehmigung zu beantragen. Ob es jemals dazu kommen wird, überlassen wir einfach höheren Mächten und verlassen uns darauf, es kommt wie es kommt, oder wie es eben kommen soll. Wer weiss, was bis dahin noch alles in dieser Welt abläuft. Besonders im Jahr 2030, soll  bekanntlich die grosse Wende Weltweit in Kraft treten, sofern alles abläuft wie geplant. Bleiben wir also bei uns selbst und warten mal ab.

Wir beide wünschen jedenfalls allen Menschen dieser Erde, besonders natürlich auch unseren Lesern und Besuchern dieser Webseite, alles erdenklich Gute, Gesundheit und eine grosse Portion Frieden. Damit alle, ohne sich auf  unmenschliche Art und Weise  verbiegen zu müssen, ein normales, gesundes Leben als selbstverständlich geniessen dürfen.

In diesem Sinne, lassen wir uns treiben wie das Boot auf dem Meer und bleiben im Vertrauen, dort wo es strandet, wird es richtig sein.

Fischerboot am Strand bei Bagamoyo 2025

29. Dezember -2025 - In eigener Sache

Zum Abschluss vom Jahr 2025 werden noch vier Fotoalben zum Download verfügbar sein. Es handelt sich  um ein Fotoalbum, welches in vier einzelne Alben  aufgeteilt werden musste. Leider ist mein Upload begrenzt auf 118MB/upload.

Alles weitere findet ihr auf der Seite „Impressionen„. Lieben Dank für’s Interesse.

3. Januar -2026 - Die Brotlieferung

Viele Frauen verkaufen von Tür zu Tür die verschiedensten Produkte. Wir erwähnten bereits Mama Mboga, welche uns regelmässig Spinatgemüse liefert. So auch die Brotfrau Mama Mkate. Nicht immer hat sie ganze Brote im Angebot, denn die Menschen können sich meist kein ganzes Brot leisten. Die Brote sind so gebacken, dass es möglich ist, auch nur wenige Teilstücke heraus zu brechen und damit entsprechend der Anzahl Stücke, nur ein Teil zu bezahlen. Ein Teilstück kostet 100 Tsh (tansanische Schilling), was in etwas 3.2 Rappen entspricht.

Heute konnten wir ein ganzes Brot kaufen mit 21 Teilstücken und einem entsprechenden Preis von 2100Tsh, was etwa 66 Rappen entspricht. Die kleinen sehr luftigen Brötchen, rösten wir kurz in einer Pfanne zu einem Toast-Brötchen, dann schmecken diese wirklich gut.

Im Kühlschrank halten sich diese auch mehrere Tage, so dass wir pro Woche ausreichend Frühstücksbrötchen haben über das Wochenende, denn nicht jeden Tag essen wir ein Frühstück, denn zu Mittag gibt es immer ein Fruchtmüesli und erst Abends etwas richtiges. Das hat sich einfach so unbewusst eingespielt und passt auch gut zu unserem Tagesablauf.

Tansanisches Brot, am 3. Januar 2026

6. Januar -2026 - Ein Plattfuss

Das neue Jahr beginnen wir mit einem Plattfuss am Moped. Zum Glück konnten wir bei unserer letzten Tour problemlos nach Hause fahren, denn erst am nächsten Tag, bemerkte Hedli, dass mit dem Hinterrad von meinem Moped, etwas nicht stimmte.

Ohje, einen Platten, was nun. Wir entschlossen das Rad auszubauen und nur mit dem Rad einen Picki Picki Fundi  (Motorradwerkstatt) aufzusuchen. Also schnell die Bedienungsanleitung hervorgeholt und siehe da, die Demontage wurde gut beschrieben. Da wir die verbaute Antriebseinheit im Hinterrad nicht wirklich bekannt war, erschien uns ein kurzer Blick in die Anleitung, der Mühe Wert.

In vier Schritten wäre das Rad also entfernt:

  1. Bremskabel lösen und entfernen.
  2. Arretierung vom Bremsgehäuse lösen und Gestänge beiseite schieben.
  3. Achsmutter linksseitig lösen.
  4. Achse nach links aus dem Rad schieben…fertig.

Alle demontierten Teile wurden sorgfältig und vom Sand geschützt, beiseite gelegt, bereit für die spätere Montage.

So fuhr ich mit einem BodaBoda Fahrer in ca. 20 Min. zu unserem Motorradhändler. Dort sind dann auch die Mechaniker, welche auf eigene Rechnung ihre Dienstleistung anbieten, der Motorradladen verkauft die notwendigen Ersatzteile.

Mit dem Rad unter dem Arm, kaum angekommen, stürzte sich sogleich einer der Mechaniker auf mich und nahm mir das Rad ab. Ich kam nicht dazu, zuerst für einen neuen Schlauch im Laden zu fragen. Naja, mit dem Translater versuchte ich das Problem zu schildern, dass nicht nur keine Luft im Pneu ist, sondern auch der Schlauch ersetzt werden Muss.

Der Typ gab mir zu erkennen, er mache das, kein Problem und kurze Zeit später war er mit dem Rad auf seinem Motorrad auf und davon. Ich fragte den bei mir wartenden BodaBoda Fahrer, warum er nicht vor Ort repariert? Er meinte nur, hier gäbe es keinen Luftkompressor. Aha, ich wisse das, aber er müsse zuerst einen neuen Schlauch montieren.

Egal, wir warteten auf die Rückkehr des Mechanikers, eine halbe Stunde war bereits vergangen, als er plötzlich wieder zurück kam, mit dem reparierten Rad. Er erklärte, dass er auch den Schlauch habe ersetzen müssen und diese Grösse von Schlauch nicht alle Händler hätten. Ich ahnte es, er verstand also meine am Anfang abgegeben Erklärung nicht wirklich. Aber egal, alles gut, das Rad ist repariert mit Luft gefüllt, mehr ist nicht notwendig.

Auf meine Frage was ich ihm jetzt schulde, zeigte sich, dass ich nicht den günstigsten Mechaniker engagiert habe, aber es war trotzdem OK und gab ihm für seine Freundlichkeit, noch ein Trinkgeld dazu. Damit wäre der Schaden mit 35’000Tsh für Schlauch inkl. Arbeit und 5000Tsh Trinkgeld, also  40’000 Schilling behoben, (ca. CHF 12.50.-).

Mit dem gleichen BodaBoda Fahrer ging es wieder nach Hause und ja, auch diese Fahrtkosten waren natürlich noch zu entrichten. Viele versuchen den Fahrtpreis bei Weissen zu pushen, aber mit einem freundlichen NEIN und einem Lächeln, bezahlt man den örtlich üblichen Preis+ etwas mehr aus Grosszügigkeit. Dementsprechend kostet mich die Hin und Rückfahrt 6000Tsh und 3000Tsh für das Warten. Ich rundete noch auf 14’000Tsh (CHF 4.-) auf, da er noch fragte, für etwas Benzingeld . Für also Total CHF 16.50.- war der Schaden behoben, nun gilt es nur noch das Rad wieder einzubauen, was dann auch problemlos gelang.

Lustig war noch, als ich beim Mechaniker nachgefragt habe, ob er wirklich einen neuen Schlauch eingesetzt habe, versicherte er mir, dass der Schlauch neu sei „Mpia“ und ich Garantie habe, wenn in kürze ein Problem auftauche, soll ich nur zu ihm kommen. Ein Handschlag besiegelte diese Worte und ein Dank an den Mechaniker durch ein Schulterklopfen, beide lachten und waren zufrieden.

Reihenfolge der Demontageschritte am Hinterrad.
Das ausgebaute Hinterrad mit entferntem Bremsbackengehäuse, am 6. Januar 2026
Ausgebautes Hinterrad bereit für auf den Weg zum Motorrad Fundi, am 6. Januar 2026

Der Mechaniker wollte noch unbedingt die Radlager fetten, dies sei für mich kostenlos. Ich wollte ihn überzeugen, dass ich bereits Fett gekauft hätte und ich das selber machen werde, aber ohne erfolg. Er hatte bereits die Plastikschutzkappe der Lager entfernt und drückte viel Fett in beide Lager und füllte noch die Nabe mit weiterem Fett, dass auch die Achse wieder gut geschmiert wäre. Das ist Tansania, hilfsbereit und zuvorkommend, Danke.

7. Januar - 2026 - Zukünftige Früchte im Garten

Momentan ist es wirklich heiss, obwohl wir Anfangs Januar an einem Tag einen starken Regen hatten, ist es trotzdem notwendig, jeden zweiten, spätestens jeden dritten Tag dem Garten Wasser zu geben. Wir waren ganz überrascht, als wir die ersten Zimtapfel Früchte (Anenoneart) an unseren kleinen Bäumchen entdeckten. Das hätten wir nun wirklich nicht gedacht, dass diese bereits so früh beginnen Früchte zu tragen.

Auch die gepflanzten Granatapfel Sträucher blühen wie verrückt, obwohl diese die Früchte wahrscheinlich wieder abstossen werden, mal sehen was passiert.

Zum ersten mal zeigen sich Blüten in den Strelizia Pflanzen, Paradiesvogel Pflanze mit ihren eigentümlichen Blüten. Lange hat es gedauert. Mit zwei Blättern haben wir die erste Pflanze gesetzt, nun hat sie sich bereits selbst im Boden vermehrt und treibt die erste Blüte aus.

Zwei von drei Zimtapfelbäumchen tragen ihre ersten Früchte. Mit einer beachtlichen Grösse von ca. 4cm im Durchmesser, haben wir diese lange nicht bemerkt, am 7. Januar 2026
Eine von vielen Granatapfel Blüte
Drei zusammen gepflanzte Granatapfel Sträucher tragen zum ersten mal viele Blüten, am 7. Januar 2026
Blüte einer Strelizia, oder Paradiesvogel Blüte, am 7. Januar 2026

15. Januar - 2026 - In eigener Sache

Gerne gebe ich heute bekannt, dass die Bildbände „Graffiti“ und „Naturgestalten“ zum Download bereit stehen. Dabei handelt es sich um besondere Bände mit etwas Tiefe und Hintergrund.

Alles weitere Informationen dazu findet ihr unter Impressionen. Ich wünsche viel Spass.

Unser Kater Max bei seinem Mittagsschläfchen.

16. Januar - 2026 - Die Schocknachricht!

Schock pur!

Tatsächlich haben wir eine Rückmeldung vom 12. Dezember 2025  im Online-Portal übersehen. Es ist kaum zu glauben, alle Haare könnten wir uns ausraufen, besonders ich kann die Welt nicht mehr verstehen. Aber es ist wie es nun mal ist, siehe den Vorfall weiter am 19. Januar.

Schocknachricht vom 16. Januar 2026. Fehlende Dokumente zu unserem Antrag für eine Aufenthaltsbewilligung!

19. Januar - 2026 - Das undenkbare Versäumnis

Am 16. Januar 2026 entdeckten wir die Schocknachricht des Jahres. Es ist wichtig, dass während dem Online Antrag der Status täglich überprüft wird. Genau das haben wir auch mehrmals täglich getan, allerdings nicht auf der richtigen Ebene der Webseite. Eine Unterebene weist auf fehlende Angaben hin und der Status wechselt entsprechend von „in Bearbeitung“ auf „fehlende Angaben“ oder eben „fehlende Dokumente“. Leider sahen wir immer nur die falsche Angabe „in Bearbeitung“. Bis zum 16. Januar, erblickten wir zu unserem Schrecken, dass bereits seit dem 12. Dezember die Aufforderung anstehend war, dass zusätzliche Dokumente hochzuladen sind, genau sechs an der Zahl. Diese Info schockierte uns zu tiefst, auch weil wir nicht genau wussten, was mit der Benennung der Dokumente genau gemeint war.

Sofort kontaktierten wir unsere Vermieterin in den USA, um zu fragen, ob unsere Vermutungen richtig seien, dass noch Empfehlungsschreiben von der Gemeinde und vom Vermieter notwendig seien.

Zum Glück reagierte Neema, unsere Vermieterin umgehend und schickte uns alles notwendige von ihrer Seite aus am nächsten Tag zu. Nun fehlt nur noch das Schreiben von der Gemeinde, da sollen wir uns an Salim, unseren Freund wenden, er werde uns dabei helfen.

Wir haben den 19. Januar 2026, wir ziehen los ohne Salim, im Gedanken, wir schaffen das auch alleine. Denn wir kannten die Gemeindeverwaltung, welche sich ganz  in unserer Nähe befindet, also los ab auf’s Moped mit allen notwendigen Unterlagen.

Dort angekommen, erklärte der freundliche Beamte, er erkenne unser Problem, aber wir seien hier an der falschen Stelle, wir müssten auf eine andere Verwaltung fahren, welche für unseren Bezirk verantwortlich ist. Alles gut und schön, aber wo befindet sich diese Verwaltung, war  unsere umgehende Frage an ihn. Er zeigte sich bereit uns zu diesem Büro hinzuführen. Dankend nahmen wir sein Angebot mit einem dicken „Asante sana – vielen Dank“ an.

So fuhren wir zu dritt, unser Helfer auf einem BodaBoda, ab, quer durch den Bezirk. Es waren so viele Seitengässchen, Pisten und Holperstrassen, wir hatten keine Ahnung mehr, wo wir gelandet sind. Erneut sind wir jedoch an einem unscheinbaren Haus angekommen, welches als Büro diente. Unser Helfer bat uns herein zu gehen. Nach kurzer Erklärung wusste die dortige Angestellte nun auch, um was es geht. Wir entschuldigten uns bei allen Anwesenden Leuten „Samahani“, weil unser Helfer sich einfach vordrängelte um unser Anliegen anzubringen. Die wartenden Menschen lächelten nur und meinten, „Usijali-keine Sorge“, karibuni sana-herzlich willkommen.

So erhielten wir nach Kurzer Zeit das erste Dokument, zum Glück hatten wir noch Passbilder griffbereit, Hedli sei Dank. Unser Helfer meinte nun, jetzt gehe es weiter zum nächsten Büro, welches für den Stempel verantwortlich ist. Auf die Mopeds und los, nochmals durch die Häusergassen und nochmals grosse Verwirrung, nun wissen wir definitiv nicht mehr, wo wir uns befinden, aber egal, unser Helfer hat uns an den richtigen Ort gelotst.

Auch hier wieder, drängelt sich unser Helfer direkt an eine der beiden  Sachbearbeiterinnen welche frei schien und erklärte kurz unser Anliegen. Auch hier wird nochmals ein Dokument ausgestellt und auch hier werden nochmals Passbilder angefordert. Hedli sei auch hier gedankt, tatsächlich verfügten wir nochmals über zwei Bilder welche wir abgeben konnten. Diesmal ein Dokument mit offiziellem Stempel und die zuerst erstellten Dokumente, wanderten in eine Schublade. Geschafft, wir verfügten nun über dieses von der Gemeinde ausgefüllte offizielle Einführungsschreiben. 

Warten im ersten Büro der lokalen Behörde von Kimarang'ombe
Hinter der linken Türe befinden sich zwei Mitarbeiter in einem kleinen Raum. Der rechte Raum scheint eine Küche zu sein mit Kochstelle.

Wie bereits im ersten Büro, erkundigten wir uns danach, was wir schuldig seien. Diesmal überraschte uns die Antwort für einmal mehr: „Bezahlt was ihr bereit seid zu bezahlen“. Im ersten Büro war der offizielle Preis 2000Tsh, wir gaben im ersten Büro dankend 4000Tsh (ca. CHF1.20.-)

Hier im zweiten Büro, gaben wir 10’000Tsh- ca. CHF 3.20) bereitwillig auf den Tisch, alle strahlten sichtlich, so war der gewählte Betrag also richtig entschieden. Auch hier ein Abschied mit grossem „Asante sana“.

Unser Helfer unterhielt sich währenddessen draussen mit anderen Leuten. Er erblickte uns und kam zu uns. Mit festem Händedruck bedankten wir uns bei ihm und fragten was wir ihm schuldig sind. Er brauche nichts, er habe es gerne getan, gerne dürften wir den BodaBoda Fahrer bezahlen. Das war ja selbstverständlich, schliesslich haben beide immer auf uns gewartet und Zeit investiert. So bezahlten wir den Boda Boda Fahrer den üblichen Fahrpreis und unserem Helfer gaben wir mit grossem Dank für seine Bereitschaft uns zu führen 20’000Tsh (ca. 6.50). Eine grosse Summe, aber die hat er sich wirklich verdient. Nie hätten wir diese zwei Büros alleine ausfindig machen können, seine spontane Hilfsbereitschaft war für uns für einmal mehr, von unschätzbarem Wert und ein grosser Segen, nicht auszudenken, wenn wir zuerst noch hätten Passbilder ausstellen müssen.

Nach einem herzlichen Abschied und einem gemeinsamen Foto, fuhren wir wieder zurück nach Hause. Zuerst aber mussten wir wieder den Ausgang aus diesem Häuserlabyrinth finden. Nach einer kurzen Irrfahrt, gelang uns jedoch wieder die Orientierung zu finden und konnten auf dem Rückweg noch etwas Gemüse einkaufen.

Zuhause angekommen, wurden alle fehlenden Dokumente digitalisiert, was nicht immer ganz einfach ist, denn jede PDF Datei darf nicht grösser als 500Kb sein. Nach einigem pröbeln, waren alle Dateien für ein Upload bereit.

Nun die grosse Spannung, gelingt es heute die fehlenden Dokumente hoch zu laden? Gestern gelang es nicht, als wir versuchten die bereits vorhandenen abzuliefern. Heute also der endgültige und finale Versuch. Labtop an Internetverbindung prüfen und in das Online-Portal einchecken. Wau, super, heute gelingt das Login beim ersten mal, ohne Aufhänger der Internetverbindung. Jetzt die Dokumente auswählen und einzeln hochladen. Das erste Dokument gelang problemlos, auch das zweite, super Sache heute. Beim dritten begannen dann aber wieder die gleichen Probleme wie gestern. Nach x Versuchen, warten, neues Login, erneut hochladen, war es dann geschafft. Alle Dokumente wurden geladen, der aktuelle Status zeigt nun „Zusätzliche Dokumente eingereicht“, uff, für diesmal geschafft, wir wünschen uns dass die Zeit noch immer ausreicht. Nun heisst es jeden Tag prüfen und das auf jeder Ebene, dieser Fehler darf uns keinesfalls nochmals unterlaufen.

Das war wieder einmal mehr ein Nervenkitzel auf hohem Niveau. Am schlimmsten ist es, wenn wir im ungewissen stehen wie; welche Dokumente sind gemeint, wo kriegen wir die her, reicht uns die Zeit dafür etc. Ist alles geschafft und wir durften einmal mehr erfahren wie hilfsbereit die Menschen hier sind, inklusive unserer Vermietern, erhalten wir die Bestätigung im richtigen Land, bei den richtigen Leuten sein zu dürfen. Überall herrscht leider die Bürokratie, auch hier in Tanzania, aber hier ist Hilfe allgegenwärtig, einfach wunderbar. Danke, Danke, Danke.

Ab jetzt gilt es wieder Geduld walten zu lassen und abzuwarten, mit natürlich täglicher Kontrolle 😉

Abfahrt zum zweiten Büro, hier im Hintergrund das lokale Büro von Kimarang'ombe, welches, wie wir jetzt wissen, nicht für unseren Bezirk Mtiki Wa Boni zuständig ist.
Unser freundliche Helfer beim Abschied vor dem zweiten lokalen Amtsbüro, bei dem wir die notwendigen Dokumente erhalten haben. Die zufriedenen Blicke sprechen Bände.
Alle Dokumente konnten zu unserer und hoffentlich auch zur Zufriedenheit der Behörden, hoch geladen werden. Sechs an der Zahl. Der neue Status zeigt "Zusätzliche Dokumente eingereicht". Wir sind erleichtert. Nun gilt es wieder abzuwarten.

Letzte Januarwoche 2025

Der Monat Januar geht dem Ende zu und noch immer steht unser Status für das Visum unverändert auf „zusätzliche Dokumente wurden hochgeladen“, statt „Antrag in Bearbeitung“. Es wird wirklich knapp, es bleibt nicht mehr viel Zeit bis zum 16. Februar, wenn unser altes Visum abläuft. Jeden Tag Checken wir den Status mehrmals, ohne eine Veränderung zu erkennen.

Als ob die Spannung nicht Schin genug wäre, meldet unser Telefonanbieter „Vodacom“, dass unsere Telefonnummer in den nächsten Tagen gesperrt wird. Auch dass noch, ohne Nummer kein Internet, ohne Internet keine Statusverfolgung. Es wird immer besser.

Ende Januar dann doch noch die erhoffte Veränderung im Status, nochmals wollen die Behörden ein Dokument welches hochgeladen werden soll, aber die betreffende PDF Datei haben wir bereits hochgeladen, so wenigstens meine Überzeugung. Leider lag ich falsch. Tatsächlich hatten wir das Dokument hochgeladen, leider aber nicht als eine PDF Datei, sondern als originale-Editor-Datei und die können die Behörde selbstverständlich nicht lesen. Ach mann, ich bin doch wirklich eine Obertödel, warum müssen solche Fehler immer wieder sein. Nun gut, es ist wie es ist, schuld habe ich ganz alleine und es wird nicht besser lange darüber nachzudenken.

Nachdem wir die nun richtige Datei hochgeladen haben, vergingen nochmals 3 Tage, bis endlich am 4. Februar die Aufforderung erschien, den Betrag für die Visakosten auf ein Bankkonto zu überweisen.

Erleichterung machte sich breit…eeeendlich, hurraaa.

Rukaia, Kind aus der Nachbarschaft, sie zeigt uns was sie mit den Plastikringen von Pet-Flaschen geflochten hat. Nun hat sie ihr eigenes Springseil. Die Kinder wissen sich zu helfen. Als Belohnung ein Toastbrot von uns.

4. Februar - 2026 - Die Bestätigung

Gestern Abend spät, also am 3. Februar 2026, änderte sich der Status von „Antrag in Bearbeitung“ zu „Zahlung ausstehend“. Hurra, endlich ist unser Antrag mit dem administrativem Aufwand abgeschlossen. Nun geht es nur noch die Banküberweisung auszuführen. Tags darauf, also am 4. Februar zogen wir los, zuvor hatten wir noch den leeren Einzahlungsschein mit den wichtigen Angaben, wie Referenz Nummer und Kontonummer etc. ausgefüllt. Schon lange vorher haben wir uns solche Einzahlungsscheine auf der Bank organisiert, damit wir nicht auf der Bank alle diese Angaben eintragen müssen. Denn für uns gibt es nichts schlimmeres als fremdsprachige Formulare auszufüllen. Formulare mit winziger Schrift, welche ein Mikroskop erfordern, um zu erkennen, was genau in das Feld eingetragen werden soll. Meist müssen wir Fotos anfertigen mit dem Smartphone, um den Text dann im Bild heran zu zoomen. Irgendwie schafften wir es bisher aber immer, wie auch diesmal, war der Einzahlungsschein korrekt ausgefüllt, denn am Bankschalter gab es keine erwähnenswerten Probleme, ausser, dass noch eine Kopie von meinem Pass benötigt wurde, da die Einzahlung mit US$ erfolgte.

Die Kopie war schnell organisiert, der Bankangestellte telefonierte mit einem anderen Bankschalter, welcher über einen Kopierer verfügte, kurze Zeit später, hatte ich dann auch die Kopie in meinen Händen. Die Geldsumme für mich und Ursula betrug US$600, noch hatten wir diese Summe in dieser Währung griffbereit, für unser nächstes Visum ab 2028, werden wir wohl oder über uns erneut Dollar in Dar es Salaam beschaffen müssen. Aber bis dahin vergeht noch viel Zeit.

Kurz nach der Einzahlung, erkannten wir in dem Online Portal, dass sich der Status bereits verändert hat mit „Zahlung erfolgt“, zusammen mit einer schriftlichen Bestätigung, dass unser Antrag bewilligt und bezahlt ist und damit offiziell abgeschlossen ist. Als nächste Statusmeldung wird wieder die Information erscheinen, dass unsere neuen ID-Karten in Kibaha abzuholen sind, so unsere Hoffnung.

Ende gut alles gut.

Tatsächlich wurde am heutigen Tag meine Telefonnummer vom Anbieter Vodacom gesperrt, wie zuvor angekündigt. Zuvor versicherten wir uns beim Vodacom Mitarbeiter, dass die Sperrung zurückgesetzt werden könnte und so war es denn auch. Es dauerte zwar seine Zeit, bis er meine Nummer wieder reaktivieren konnte, aber es gelang, jedoch nur bis zum offiziellen Datum vom 16. Februar 2026. Danach sollen wir wieder vorbeikommen und er werde anhand des neuen Visa’s eine Freischaltung ausführen. Mal sehen ob es klappt, das notwendig Dokument dazu haben wir ja bereits, jedoch noch nicht in Papierform, aber auch das wird gelegentlich nachgeholt, damit wir unsere Aufenthaltsbewilligung vorzeigen können, bis unsere neuen ID-Karten verfügbar sind. So wäre auch dieses Problem unter Dach und Fach, wenigstens für den Moment.

Endlich haben wir die Gewissheit, weitere zwei Jahre in Tanzania leben zu dürfen, hurra. Beim nächsten und dritten mal, werden wir uns hoffentlich etwas geschickter anstellen, nun kennen wir den Ablauf, wie auch die notwendigen Dokumente, welche alle als PDF vorliegen müssen.

Mobiler Brotverkäufer, wobei "Brot" nicht die wirkliche Bezeichnung trifft, "Weizenschwamm" wäre treffender.

12. Februar - 2026 -Nicht viel los!

Der Februar zeigt sich seit der Bestätigung für unser Visa,  als ruhiger Monat. Es gibt nicht wirklich viel was sich zu Berichten lohnt. Unser Alltag gleicht sich wohl mit vielen anderen, mit den unumgänglichen Tätigkeiten wie Körperpflege Haushalt, Kochen oder Wäsche waschen. Tätigkeiten die uns alle immer wieder aufs Neue beschäftigen.

Als kleine Abwechslung zeigen sich immer wieder unsere Einkäufe der Lebensmittel. Hier kaufen wir uns einen fast ganzen Bund reifer kleiner Bananen. Es hat sich herausgestellt, dass die kleinen viel fruchtiger im Geschmack sind und dazu noch viel länger haltbar sind. Die grossen faulen nach der Reife schneller und verändern damit ihren Geschmack ins weniger geniessbare. Leider sind unsere Ladefähigkeiten auf dem Moped begrenzt, so dass wir nicht noch zusätzlich auch noch ein Bund unreifer Bananen kaufen können. Denn leider sind die kleinen Bananen nicht immer im Angebot.

Bananenkauf im Februar 2026

13. Februar - 2026 - Konfitüre ist angesagt

Die Konfitüren hier in Tansania, sind nicht wirklich gut und meist mit eher künstlichem Geschmack. Früchte jedoch hat es genug, also sollen wieder wenige Gläser selbst gemachter Konfitüre her. Im Vortag kauften wir bereits reife Mangos, welche für ca. 5-6 Gläser reichen sollten.

Das Ganze wird noch etwas mit Gewürzen wie Kardamom, Zimt und Nelkenpulver verfeinert. Die Mangos waren tatsächlich weich und reif wenn auch mit etwas viel Fasern. Manche Sorten haben mehr und manche zeigen kaum dieser Fasern. Aber egal, schmecken tun sie trotzdem und in der Konfitüre ist es eh egal. Gerne hätten wir die ganz grossen gekauft, diese waren jedoch gestern nicht verfügbar bei unserem Fruchtstand, welchen wir regelmässig besuchen.

So wurde das ganze gekocht gewürzt und in die sterilisierten Gläser abgefüllt, obwohl die Gläser keine Jahre halten werden, eher nur Wochen.

Es gab weniger als erwartet, 4 Mangos waren wohl doch zu wenig um 5-6 Gläser zu füllen. Egal, besser vier als nichts. Ein Rest bedeckte gerade mal den Boden vom Glas, gerade recht für die erste Verkostung, nach dem erkalten. Ja, scheint gelungen zu sein, die kommenden Frühstücksmomente mit feiner Konfitüre sind gesichert. 

Die Zutaten für die Mango Konfitüre im Februar 2026. Alle Zutaten aus Tanzania. Die Früchte, die Gewürze, der Rohrzucker und das Geliermittel aus Seemoos, links im Bild. Dann kann es los gehen.
Aufgeschnittene Mango und zerkleinerte Mangostücke.
Das immer wieder etwas prekäre Abfüllen der heissen Gläser. Die Kelle war zu gross, ein Suppenlöffel brachte eine bessere Abfüllmethode.
…und das fertige Werk, etwas dürftig, aber trotzdem schmackhaft.

16. Februar - 2026 - Der Telefonanbieter

Es gibt drei Telefonanbieter in Tanzania, der bisher grösste davon, heisst Vodacom. Von Anfang an waren wir schon früh bei diesem Dienstleister angemeldet. Das heisst, mit Ausweis (Pass) und Fingerabdruck wird Mensch als Nummer-Empfänger registriert, ähnlich wie in Europa auch.

Allerdings sind Ausländer in der Pflicht, ihre Aufenthaltsbewilligung zu zeigen, läuft dieses ab, wird dem Kunden die Nummer gesperrt, sofern er nicht beweisen kann, dass ein neues Visa besteht.

So auch bei uns, schon einige Tage vorher, wurden wir informiert, dass in 7 Tagen unsere Nummer gesperrt sein wird und das noch in der Zeit, als wir zwingend eine Nummer brauchten um via Internet unseren Staus zu verfolgen.

Obwohl unser Visa bis 16. Februar 2026 gültig gewesen wäre, wollte der nette Vodacom Dienstleister viel zu früh unsere Nummer sperren. Es wurde Zeit und  notwendig das Ganze im Vodacom-Shop in Bagamoyo zu klären. Er gab uns die Freigabe bis zum besagten Termin im Februar. Wenn wir die neue  Bestätigung hätten, sollen wir erneut kommen um unsere Nummer entsprechend zu aktualisieren.

Exakt am 16. Februar war mein Smartphone also ohne Verbindung. Erneut war es notwendig, den Shop in Bagamoyo zu besuchen, damit mein Smartphone wieder nutzbar werden konnte. Diesmal war es eine kurze Sache und der freundliche Mitarbeiter hat nach Besichtigung unserer neuen Bewilligung meine Nummer wieder aktiviert mit dem Enddatum Februar 2028.

Zufrieden und mit einem Dankeschön  zogen wir wieder ab. Auch diesmal steckten wir ihm, jedoch ohne irgendwelcher Aufforderung, einen kleinen Bazen als zusätzlichen Dank zu. Er freute sich mit einem breiten Lachen und bedankte sich ebenso.

Wer weiss, wann wir auf diesen freundlichen Mitarbeiter wieder angewiesen sind, denn ohne Smartphone-Verbindung kein Internet und damit fehlt so einiges, wie z. B die Möglichkeit einen  Antrag online zu stellen in zwei Jahren 😉

Vodacom-Shop in Bagamoyo mit dem Spruch "Pamoja Tunaweza". (Zusammen können wir es)

26. Februar - 2026 - Fahrt nach Dar es Salaam

Seit Erhalt unserer Visa Bestätigung, hat sich an unserem Status nichts verändert. Mit anderen Worten, wird eine Abgabe unserer Fingerabdrücke und die Aufnahme eines Passbildes, mit grosser Wahrscheinlichkeit auch dieses mal notwendig sein, damit wir unsere ID-Karten erhalten. Nach nochmaligem und genauem durchlesen der einzelnen Anmeldeschritte, wird klar, dass keine Aufforderung erfolgt und die Antragssteller selbständig ein Büro aufsuchen muss, um die notwendigen Fingerabdrücke und ein erneutes Passbild machen zu lassen. Das Immigrationsamt in Bagamoyo bietet keine Möglichkeit, diesen Anforderungen nachzukommen, eine Reise nach Dar Es Salaam wird unumgänglich.

Unser Verlangen in die Grossstadt zu fahren ist minimal und trotzdem können wir die Gelegenheit nutzen, auf dem Rückweg im grossen Einkaufs-Shoppingcenter „Mlimani“ gewisse Produkte zu holen, welche in Bagamoyo nicht erhältlich sind oder nicht immer verfügbar, wie das Katzen Trockenfutter. Ein Taxi soll die Fahrt erleichtern, obwohl extrem viel teurer als die DalaDala Busse. Dreimal umsteigen und zusätzlich die Herausforderung den richtigen Bus zu suchen ist uns diesmal zu mühsam, eine Taxifahrt gönnen wir uns.

Mit einem BodaBoda fuhren wir zur zentralen Busstation in Bagamoyo, dort warten alle Fahrbaren Untersätze auf Kundschaft, auch die Taxi’s. Es dauerte keine 30 Sekunden, nachdem wir ab dem BodaBoda abgestiegen sind, als uns bereits einer angesprochen hat, was wir benötigen. Nach kurzer Erläuterung wohin unsere Reise gehen soll und dass es den ganzen Tag dauern wird, wurde der Preis von 200’000Tsh auf 170’000Tsh verhandelt (ca. stolze CHF 53.-).  Ein für Tanzania hoher, aber dennoch  fairer Preis. Die Fahrt alleine dauert für 75Km hin und zurück gute 5 Stunden, mit viel Wartezeiten im Stau von Dar es Salaam. Der Stadtverkehr ist höllisch, obwohl keine wirkliche Hektik oder Stress beim Fahrer spürbar ist, sind es doch viele stillstehende Momente zwischen allen möglichen Fahrzeugen. Obwohl alle drängeln, bleibt ein Respekt zu den anderen Verkehrsteilnehmern erhalten. Es wird gedrängelt, aber auch mal gestoppt, um jemandem Platz zu machen.

Dabei werden alle verfügbaren Wege und Möglichkeiten genutzt. Ist die Fahrbahn selbst verstopft durch Lastwagen, wird kurzerhand ein Ausweg auf den „Grünstreifen“ gesucht, welcher natürlich schon längst nicht mehr grün ist. Zudem gab es viele Baustellen, seit dem letzten mal vor 2 Jahren, war eine grosse Veränderung der Strassen im Gang, welche uns ins Staunen versetzte. 

Bus "Terminal" in Bagamoyo, im Februar 2026

Wie vermutet, erreichten wir das Amt für Immigration nach ca. 2.5 Stunden. Nun gilt es den Raum und die richtige Person ausfindig zu machen, damit wir unsere Fingerabdrücke abliefern können und ein Passbild gemacht werden kann. Am Schalter für Information, stammelte ich in Swahili unser Anliegen und wie immer, werden wir mit einem freundlichen Lächeln begrüsst und erhalten umgehend die Antwort „Raum Nummer 4“.

Wunderbar, also weiter zu Raum Nummer 4, leider erkannten wir keine Raumnummerierung in unserem nahen Umkreis. Vom letzten mal wussten wir aber noch ungefähr, in welche Richtung wir zu gehen hatten. Siehe da, ganz klein über einer Türe stand die 4 und hinter der Glasscheibe waren auch die Skanner und Fotoapparate erkennbar, hier waren wir richtig. Keine 10 Minuten später war nach dem Vorzeigen unserer Bestätigung alles im Kasten, Fingerabdrücke und Passbild. So schnell verlief bisher noch nie ein Besuch auf dem Immigrationsamt, welches immer mit extrem vielen wartenden Menschen, wohin man auch schaut, belagert wird. Für uns war es heute zum Glück eine extrem kurze und Problemlose Erfahrung, also ab zu unserem Taxidriver, welcher ganz erstaunt war, uns nach so kurzer Zeit wieder in Empfang nehmen zu können.

Weiter gehts zum Shopping. Das grosse Einkaufszentrum liegt zum Glück direkt auf unserer Heimfahrt, etwas ausserhalb von Dar Es Salaam, ein Umweg ist nicht notwendig. Trotzdem dauerte die Fahrt durch Stau und Staub eine gute Stunde. Wir hatten Glück mit diesem Taxidriver, beide Ziele wurden von ihm auf anhieb angesteuert, dies ist nicht immer der Fall und der Kunde muss mit Hilfe von GPS Kartenunterstützung nachhelfen. Heute war meine Routenverfolgung auf dem Smartphone überflüssig und das Amt, wie auch das Shoppingcenter erreichten wir ohne Umwege. Wir boten dem Taxifahrer an, dass er etwas essen gehen soll, wir würden es bezahlen, denn es dauere nun bestimmt eine bis zwei Stunden, bis wir wieder zurückkehren würden. Er dankte uns, lehnte aber ab, er würde erst später in Bagamoyo essen, wahrscheinlich hatte er den Ramadan einzuhalten, waren uns aber nicht sicher.

Nicht alles was wir uns wünschten, fanden wir zum Einkaufen. Haferflocken waren keine im Angebot, wie auch keine Kichererbsen oder Sojaklösse, Artikel die in Bagamoyo sehr selten sind. Dafür war der Rest unserer Liste fast alles abgehakt, ausser Rasierklingen und Rasierschaum aus der Tube blieb auch noch offen. Es fühlt sich immer wieder seltsam an, in diesem Einkaufstempel. Wie ein kurzer Ausflug in die sogenannte „Zivilisation“. Es gibt sehr viel unnötiges, wie so oft und nur wenig wirklich brauchbares. Relativ schnell zogen wir demnach auch wieder ab. Trotzdem wollten wir noch schnell ein Auge werfen, welche Geschäfte alle vertreten waren in dieser Einkaufsmeile, welche einer der grösseren in der Umgebung von uns sein soll. Nicht im entferntesten haben wir erwartet, einen Fotodrucker ausfindig zu machen, voller Überraschung sah ich im Augenwinkel jedoch genau ein solches Produkt und es geschehen noch Zeichen und Wunder, sogar der von uns begehrte Druckertyp Canon CP1500 blinzelte uns aus dem Schaufenster entgegen. Verblüfft traten wir in den Laden und fragten nach dem Preis, denn meistens sind alle elektronischen Geräte doppelt so teuer wie in Europa. Nicht aber dieser Drucker, Papier und Drucker waren für den selben Preis erhältlich. Ohne Zögern, kauften wir Drucker und den ganzen verfügbaren Papiervorrat von drei Multipacks, mit integrierter Tinte. Wann würden wir schon die Möglichkeit haben, wieder Papier dieser Sorte kaufen zu können, heute war die Gelegenheit und der Preis stimmte auch. Unverhofft konnten wir damit einen Einkauf tätigen, welche bestimmt viel Freude bereiten wird. Denn gerne möchten wir erstellte Fotos an die Menschen schenken, welche wir abgelichtet haben, von Bekannten, Nachbarn und Freunden. Fotos sind immer ein spezielles Geschenk hier in Tansania. Besonders Fotos, welche nicht nach einem Monat bereits ausbleichen und die Farben sich in Luft aufgelöst haben, wie es mit den bereits in Auftrag gegebenen Fotos geschehen ist. Mit diesem Drucker können wir jetzt 300 mal Freude schenken.

Vollgepackt zogen wir ab zu unserem wartenden Taxifahrer, welcher uns immer wieder mit einem Lächeln begrüsst. Nun gilt es endgültig nach Hause zurückzukehren, wenn alles gut geht, sind wir in ca. 1.5 Stunden wieder Zuhause. Ausserhalb von Dar Es Salaam, verringern sich die Staus zunehmend und wir waren wie erwartet um ca. 16.30 Uhr Zuhause angekommen. Schnell wechselten wir noch unsere Telefonnummern, damit wir beim nächsten mal wieder „Sadi“ den gleichen Taxidriver buchen können. Obwohl er kein Wort englisch verstand, klappte die Kommunikation mit dem Translater wie bereits gewohnt Reibungslos. Leider wird es noch Jahre brauchen, bis unsere grauen Zellen die Sprache endlich gespeichert haben.

Ganze Achteinhalb Stunden dauerte dieser heutige Ausflug. Da im Februar 2026 weniges zu berichten war, möchten wir an dieser Stelle im Anschluss und als Ersatz, diese Fahrt mit mehr Bildern als sonst üblich ausstaffieren. Wir wünschen gute Unterhaltung mit den Eindrücken welche solche Fahrten immer wieder bieten. Zu beachten ist, dass die Scheiben vom Taxi abgedunkelt waren und dies zu einem zusätzlichen guten Effekt verholfen hatte. Viel Spass und Danke.

Im Hintergrund die Tansanit-Brücke welche Stadtteile von Dar Es Salaam verbindet und damit dem Verkehrschaos Abhilfe schafft. Ein stolzer Bau, welche den Fortschritt von Tanzania spüren lässt.
Die ersten modernen Häuser der Stadt tauchen aus dem Verkehr auf, wir nähern uns dem Stadtzentrum. Nun beginnen die Staus und damit die Wartezeiten in den komplett verstopften Strassen.
Blick aus der Ferne auf einen Stadtteil im Zentrum. Wie in jeder Stadt, Baustellen sind überall anzutreffen.
Ein Bild welches sich immer wieder, auch in Bagamoyo zeigt. Das Motorrad als wichtigstes Verkehrsmittel ist in Tanzania nicht wegzudenken. Im letzten Moment erhascht, deshalb leider etwas verwackelt.
Impressionen während den Wartezeiten im Stau. Hier ein Lastwagenfahrer im Mittagsschläfchen, ein Hammer dient als Kopfkissen. Sieht nicht ganz so gemütlich aus.
Wartende Lastwagen dominieren das Bild. Wir fragen uns immer warum diese ins Stadtzentrum fahren müssen. Ob der Hafen alleine der Grund ist, wer weiss, vielleicht erfahren wir es irgendwann einmal.
Ein Blick aus der Frontscheibe unseres sehr noblen Taxis. Sogar ein Bildschirm in welchem ein Musikvideo über die ganze Fahrt hinweg uns unterhalten soll. Zum gluck war es angenehme übliche afrikanische Popmusik und kein afrikanischer Rap, den es auch oft zu hören gibt.
Eindrückliches Fassadengerüst. Im Vordergrund ein typischer DalaDala Bus, mit Wartehäuschen.
Typische Strassenzene, während die Kolonnen still stehen, versuchen Strassenverkäufer ihre Waren anzubieten. Das reicht von Snacks bis zur Haarbürste. Wenn Autofahrer Glück hat, kann er so seinen Einkauf tätigen, bevor er an seinem ursprünglichen Ziel angekommen ist, praktisch, oder?
Eine Putztruppe ist stets bemüht, angesammelten Sand von den Strassen zu wischen, hier im Hintergrund. Das Fahrrad als zweite und günstigere Fortbewegungs- und Transportmittel, auch in der Stadt anzutreffen.
Nochmals die gleiche Strassenzene, hier jedoch aus einem anderen Blickwinkel. Obwohl Temperaturen über 30° herrschen, fahren viele Motorradfahrer nicht selten in dicken Jacken.
…und nochmals die fast gleiche Strassenzene, welche die Weitläufigkeit vermittelt und hier sogar ohne Autos, verblüffend.
An den Strassenrändern immer wieder Imbissbuden, obwohl diese Bezeichnung sehr hoch gegriffen ist.
Noch immer stecken wir im Stau, doch zeigen sich auch hier immer wieder spannende Kompositionen.
Im Gewühl von Blech, bewegen wir uns langsam aber stetig dem Ziel entgegen.
Das lokale Fortbewegungsmittel Badaji, wie es hier in Tanzania genannt wird, darf nicht fehlen.
Ein Kleider Verkaufsstand darf nicht fehlen, wer weiss, ob während der Wartezeit im Stau, nicht noch ein passendes Hemd ergattert werden kann.
Ein anderer Stadtteil wurde erreicht, das Ziel ist näher gerückt. Rechts die neu erstellte elektrische Eisenbahnlinie.
…nochmals die Eisenbahnlinie mit Verkaufsständen darunter.
Schwertransport mit dem Badaji, gleich sind wir am Ziel.

Erfolgreicher Abschluss auf dem Amt für Immigration, welches leider nicht abfotografiert werden darf. Deshalb hier nur ein Video von ausserhalb. Jetzt können wir abwarten, bis unsere ID-Karten in Kibaha abgeholt werden können. Dies sollte ab Heute in etwa 2-3 Wochen soweit sein. Vielleicht wird dieser Status im Online Portal angezeigt, in der Vergangenheit war dies jedoch nicht der Fall, aber wer weiss.

…weiter gehts, wieder aus der Stadt hinaus, weiter zum Shopping Center "Mlimani" mit ca. einer Stunde Fahrt, jäh nach Stauvorkommen.
Stromverteilanlage, sieht gut aus, obwohl wir in Bagamoyo fast täglich Stromausfälle haben, manchmal mit mehreren Stunden. Aber egal, Mensch gewöhnt sich daran und es ist nichts aussergewöhnliches mehr.
Wie in Südamerika auch, dürfen die riesigen Werbeplakate nicht fehlen.
Ankunft in der Shopping Meile, noch vor dem seltsamen "Vergnügen". Ein grosser Komplex mit vielen Geschäften welcher sich über eine langgezogener Gebäudekomplex präsentiert.
Hier befinden wir uns in etwa der Mitte dieses Komplexes. Nach beiden Seiten sind die Geschäfte in einer Reihe auffindbar. Uns interessiert das meiste nicht besonders, unser Fokus richtet sich auf Lebensmittel und Haushaltsartikel für den täglichen Gebrauch.

Nach einer Stunde waren unsere Einkäufe erledigt und verpackt. Wie oben bereits erwähnt, schlenderten wir noch an den anderen Geschäften vorbei, um eventuell brauchbares zu entdecken, was sich dann auch durch den oben erwähnten Drucker tatsächlich zu einem zusätzlichen, wenn auch kostspieligen, aber erfolgreichen Einkauf entpuppte.

So musste unser Taxifahrer eine halbe Stunde länger auf uns warten, als vorangekündigt. Ohne Groll, sondern mit einem Lachen im Gesicht, empfing uns der Chauffeur und half uns die Einkäufe zu verstauen. Nun aber ab nach Hause, es reicht für heute. Die Weiterfahrt war problemlos und ohne Stau, waren wir nach nochmals eine Fahrtzeit von 1.5 Stunden wieder Zuhause.

Ich vergass zu erwähnen, dass unser Taxifahrer mitten auf der Strecke in die Stadt vo der Polizei aufgehalten wurde. Ihm wurde ein Papierknöllchen entgegengestreckt. Danach stieg er aus dem Auto aus, rannte zu einem kleinen unscheinbaren Blechhäusschen in etwa hundert meter Entfernung, um seine kassierte Busse, wegen zu schnellen Fahrens zu bezahlen. Es stellte sich heraus dass er 40’000 Tsh zu zahlen hatte, er lachte nur laut, als wir danach fragten und zeigte uns den Beleg mit dem Betrag. Kein Schimpfen, kein Groll, nur Lachen, das ist Tanzania.

Wir bezahlten nicht nur unsere Fahrt wie vereinbart, sondern beteiligten uns mit 30’000Tsh an der Busse. Er lachte und bedankte sich. Ein erfolgreicher Tag für alle Beteiligten geht zu Ende. Kribblig war’s, aber auch wieder eine erkenntnisreiche Erfahrung mehr. Danke

13. März - 2026 - Gewittersturm in der Nacht

Die Regenzeit hat begonnen und damit Tage, an denen es zu gewissen Zeiten wie aus Kübeln giessen kann. Meist nur wenige Stunden, selten ganze Tage. Bis ca. Ende April wird es also zwischendurch extrem Feucht. Vom 12. auf den 13. März erlebten wir ein unheimlich starkes Gewitter mitten in der Nacht. Am Morgen bei Tageslicht sahen wir dann die Bescherung im Garten. Die Papaya Pflanze welche auf der Nachbarseite steht, wurde durch den starken Wind abgeknickt und auf unsere Seite geworfen. Viele unreife Papayas werden somit als Gemüse im Kochtopf landen. Schmeckt fast ähnlich wie Kohlrabi. Die Papaya hat mit ihrem Sturz in den Garten, den frisch gepflanzten Moringabaum beschädigt, dieser wird sich aber bestimmt bald davon erholen und neue Triebe machen. Die beiden Manjok Stauden wurden beide in starke Mitleidenschaft gezogen. Die kleinere knickte komplett ab und die grössere können wir noch retten, indem wir diese nur etwas zurückschneiden. Der restliche Garten blieb heil, besonders unsere Wheinachtsbäume haben diesen Sturm schadlos überstanden, zum Glück. Naja, zwischendurch zeigt die Natur eben ihre Kräfte, damit Mensch nicht zu übermütig wird und alles als selbstverständlich betrachtet. Jede Pflanze ist und bleibt ein Geschenk.

Der Schaden am nächsten Morgen, siehe Kreis, eine grosse Papaya einfach abgeknickt. Im Vordergrund links und rechts die beiden Manjokstauden.
Die leider abgeknickte Papaya mit ihren noch unreifen Früchten, die grössten wurden bereits entfernt und können als Gemüse verkocht werden.
Die noch kleine Manjokpflanze ist ganz unten abgeknickt und kann nicht gerettet werden, war aber eh etwas ungünstig gepflanzt und ist daher halb so schlimm.

14. März - 2026 - Sofa-Alternative

Bisher hatten wir keine Liegemöglichkeit, für ein kleines Mittagsschläfchen stand nur unser Bett zur Verfügung. Das sollte sich ändern, zwei kleine Betten gaben wir unserem Schreiner „Armstrong“ in Auftrag. Er war nicht auf dem Mond, aber sein Handwerk versteht er super und ein sympathischer Kerl ist er noch dazu. Er ist kein Tansanier, floh aus seiner Heimat Kamerun in Westafrika. Nun lebt er mit seiner Familie zufrieden hier in Bagamoyo. Auch er musste Swahili zuerst lernen, ist also im gleichen Boot wie wir, nur, dass er durch seine Arbeit jeden Tag gezwungen ist, sich mit den Menschen zu unterhalten und spricht daher bereits sehr gut diese Sprache, was wir leider noch längst nicht behaupten können. Aber unser Smartphone Translater bietet uns eine riesige Stütze.

Heute war der Tag, an dem wir unsere in Auftrag gegebenen zwei kleinen Liegen abholen können. Die Schreiner haben alle keine wirkliche Räumlichkeiten, meist bestehend aus einem kleinen Unterstand, gearbeitet wird unter freiem Himmel und bei Regen, wie kürzlich, wird eben das eine oder andere Nass, wie bei unseren Lattenroste. Aber egal, die trocknen an der Sonne im nu und alles ist gut.

Für den Transport engagierten wir natürlich einen BodaBoda Fahrer, zu kritisch sind die Strassen zu unserem Haus, um schwer beladen und unbeschadet diesen Transport zu wagen. Die kleinen Bretter für den Lattenrost konnten jedoch gut auf unseren zwei Mopeds platziert werden und so gelang uns ein reibungsloser Heimtransport dieser zwei Möbelstücke und Zuhause werden wir die nass gewordenen Bretter noch an die Sonne zum trocknen legen.

Endlich eine etwas bequemere Möglichkeit zum Relaxen, als nur auf unseren Korbstühlen. Noch können wir kein Bild der zusammengebauten Liegen zeigen, denn noch ist nicht alles wirklich Trocken, da es erneut Regen gab. Wenn alles montiert und bezogen ist, werden wir nachträglich noch Bilder zeigen.  

Schreiner "Armstrong" vor seiner Arbeit mit den noch zerlegten Einzelelementen. Diese können durch praktische Verbindungselemente einfach zusammen gesteckt werden, identisch wie bei unserem grossen Bett.
Erste Begutachtung der Arbeit. Alles nach Plan einer Zeichnung von uns, perfekt, was will Mensch mehr, wir sind sehr zufrieden.
Die Einzelteile werden ausgewogen auf das Motorrad geladen, alles muss im Gleichgewicht sein. Das vierte und letzte Teil, wird noch abgeschliffen, alles just in Time.
Die Freiluftschreinerei links im Bild, mit dem Verladen auf das Motorrad, jetzt ist alles komplett, die Bretter für die Lattenroste, sind auf unseren zwei Mopeds verteilt. Ab gehts!

14. März - 2026 - Brillenbestellung

Bereits Anfang März, bestellten wir neue Brillengestelle bei unserem „Optiker“ in Bagamoyo. Siehe Bilder vom Laden in einem anderen Tagebuchbericht im Jahr 2025.

Die damals gekauften Gestelle hielten nicht sonderlich lange. Schnell brachen die meisten nach kurzer Nutzung. Für mich ist eine Lesebrille ein absolutes muss, ohne sehe ich soviel wie ein Maulwurf voller Dreck vor den Augen.

Immer wieder wollten wir unsere Bestellung abholen und immer wieder hat er uns beteuert, dass er viel zu tun hatte, unterwegs war, oder sonst irgendwie beschäftigt, dass er unsere Bestellung nicht bereitstellen konnte. Heute, vor unserem Möbeltransport, versuchen wir unser Glück erneut, denn am Vortag schwor er hoch und heilig, dass beide Gestelle zum abholen bereit seien, denn er musste die Brillengläser noch einpassen. Das sind Gläser-Rohlinge, mit der gewünschten Dioptrin, welche er passend in das gewählte Brillengestell schleift.

Tatsächlich schaffte er es, wenigstens ein Gestell fertig zu haben, mit der Entschuldigung, dass er Momentan extrem viel zu tun hätte. Kein Problem, eine Brille sei ja jetzt fertig und für die zweite kommen wir eben ein anderes mal nochmals vorbei, es liegt auf unserer Einkaufsstrecke, also keine Aufregung. In Tansania muss sich Mensch darauf einstellen, dass bestellte Ware nie, absolut nie, dann fertig gestellt ist wie vereinbart. Auch bei den Schreinern ist das so, wenn Mensch darauf gefasst ist, spielt es also eh keine Rolle, Tansania und die Menschen ticken eben etwas anders, als die gestressten Europäer, aber hier lernt Mensch, es geht auch anders.

 

Einschub vom 10. März - 2026 - Matratzen Transport

Hier noch ein Einschub. Ganz vergessen wurde unser Bericht über den Matratzentransport vom 10. März. Natürlich brauchen wir noch zwei Matratzen für unsere neuen Liegen, diese holten wir am besagten Tag, um anschliessend unsere Liegen beim Schreiner abzuholen, dieser war damals jedoch noch nicht fertig, entgegen unserer Vereinbarung. Egal, wir kennen es ja, so haben wir wenigstens die Matratzen bereits nach Hause bugsiert. Die Liegen werden folgen, sofern Schreiner will.

Auf dem Nachhauseweg trafen wir noch auf einen BodaBodafahrer, siehe Bild unten. Es ist einfach immer wieder Krass, welche Bilder sich uns hier zeigen. 

Die zwei neuen Matrazen für unsere Liegen sind sicher auf dem Moped verpackt, los gehts.
Auf der Heimfahrt, begegneten wir noch einem nicht ungefährlichen BodaBoda Transport. Ohne jegliche Befestigung wird das Blech nur auf den Sattel des Motorrades gelegt und zugleich hält der Fahrer die Eisenrohre auf seiner Schulter und fährt mit einer Hand Los, ob das gut gehen wird, wir wünschen es ihm. Total verrückt diese BodaBoda Fahrer.

Einschub 12. März - 2026 - Max wird gesucht

Es geschieht immer mal wieder, dass Max sich verkriecht, siehe selbst, wo er einen neuen Platz gefunden hat. 🙂

17. März -2026 - Rahmapfelernte

Vor ca. einem Jahr wurden im Garten vier „Rahmapfel“ (Cherimoya) Bäumchen gepflanzt. Eine Abstammung der Anona Gewächse. Wird oft auch als Rahmfrucht bezeichnet. Der Geschmack wie auch das Fruchtfleich und die Kerne,  ist identisch mit der Stachelanenone, über welche wir bereits schon einmal berichtet haben. Die Bäumchen sind etwas über einen Meter hoch, zwei tragen bereits Früchte, welche leider bisher immer wieder vorher weggefressen wurden, keine Ahnung von wem. Wahrscheinlich war es unser „Zwiebelmonster“, welches auch alle frisch gesetzten Setzzwiebeln ausgegraben und geklaut hat.

Von den vier gepflanzten Bäumchen, haben es nur zwei geschafft, die anderen zwei wollen nicht so richtig wachsen, weshalb, ist uns ein Rätsel. Wenigstens sind die beiden anderen auf gutem Weg und bescheren uns, was  unglaublich ist, bereits jetzt mit Früchten. Endlich waren wir diesmal schneller als unser kleiner Dieb, siehe Bild unten.

17. März - 2026 - Ein neuer Gast

Es ist noch nicht lange her, als wir die Rahmfrucht aus dem Garten geerntet haben, und uns darüber freuten, diesmal schneller gewesen zu sein, klopfte es heftig an unser Haustor. Kinder riefen immer wieder…Ursula, Ursula, Ursula und klopften weiter wie wild an das Tor. Immer mal wieder gibt es solche „Überfälle“, also kein Grund zur Eile. Während ich noch an meinem Frühstückskaffe nippte, ging Hedli (Ursula) zum Tor, um nachzusehen, was denn nun wieder so brennt.

Naja, was soll ich sagen, die Überraschung löste keine Freude aus. Schon wieder kamen die Kinder mit einer ganz kleinen Katze daher, wir schätzten so ca. 4-5, vielleicht 6 Wochen alt. Wir schimpften mit den Kindern, dass sie diese kleinen Katzen nicht verschleppen sollten, sonst finde die Katzenmutter ihre Kinder nicht mehr. Alle redeten durcheinander, wir verstanden kein Wort.

Die sechs Kinder sollten uns zeigen, wo sie das Kitten gefunden haben, vielleicht können wir eine Art Nest oder so ähnlich finden, oder sogar die Mutter selbst. Sie schritten voran und unweit von unserem Haus, in direkter Nachbarschaft, steht der Rohbau eines Wohnhauses, jedoch mit vergitterten Türen und Fenstern. Aus einem dieser Räume hätten sie das kleine Tier gefunden. Weit und breit nichts zu sehen von einer Katzenmutter oder etwas was nach einem Nest ausgesehen hätte.

Noch suchten wir die nahe Umgebung ab, fragten die dort wohnenden Bewohner, ob ihnen etwas aufgefallen ist und eine Katze mit Jungen gesehen hätten. Erfolglos, es interessiert niemand wirklich, was mit solchen Jungen Katzen geschieht. Eine Frau berichtete, sie habe dieses Kitten, welches wir ihr gezeigt haben, oben auf der Strasse gesehen und mitgenommen, damit es nicht überfahren wird, habe es aber dann einfach laufen und sich selbst überlassen.

So sank die Hoffnung auf Null, die Mutter oder das Nest und vielleicht noch andere Kitten zu finden. Wieder einmal stehen wir vor einer Herausforderung, welche wir absolut nicht gesucht haben und Max wird keine Freude daran haben. So war es denn auch, kaum erblickte er den kleinen Gast, fauchte er und verzog sich sogleich, um umgehend sofort wieder zu kommen um zu schnuppern, was und wer das wohl sein könnte. Immer wieder versetzte er dem kleinen einen zögerlichen aber dennoch kräftigen Pfotenhieb. Es war nicht möglich, den kleinen ohne Aufsicht zu lassen, wer weiss, was Max imstande ist. Es wird eine Zeitphase brauchen, damit sich die beiden akzeptierten und näher kommen. Wie lange das dauert, wird sich zeigen, wir wünschen uns schon bald.

Der kleine ist sehr fit, kein Vergleich zu Max, als er in diesem Alter zu uns fand. Er war schwach, konnte damals kaum weit gehen und musste regelrecht die ersten Tagen und Wochen eher etwas aufgepäppelt werden. Dieser neue Gast ist bereits schon munter unterwegs und erkundet seine neue Umgebung.

Wir werden sehen wie sich das Kitten in nächsten Tagen macht, wir sind zuversichtlich. So klein dieser neue Erdenbewohner auch ist, so unglaublich ist es immer wieder zu sehen, wie Katzen instinktiv schnell ihre Katzen-Toilette akzeptieren und sofort ihr Geschäft erledigen, so auch unser neue kleine Gast. Kaum in die kleine Kiste gesetzt, wurde gepinkelt und im Anschluss ein kleines Würstchen herausgedrückt, um im Anschluss gleich weiter mit der Erkundungstour zu machen. Wie es scheint, braucht der Kleine seine Mutter für die Milch nicht mehr, nach 4-5 Wochen sind sie scheinbar bereit Breinahrung zu fressen. Das weich gerührte und eingelegte Trockenfutter wurde ohne grosses Zögern probiert und gefressen.

Es blieb uns keine grosse Wahl, sofern wir unser Gewissen nicht belasten wollten und diese kleine unbeholfene Katze in der rauen Umgebung sich selbst zu überlassen, hätte uns keine Ruhe mehr gelassen. Wir wünschen uns dass sich die beiden schon bald einmal akzeptieren, damit sie es zusammen bei uns geniessen können. Nachfolgend die ersten Bilder vom neuen kleinen zerbrechlichen Gast, als ein kleiner Tiger, mit wachem Blick.

Der kleine Neuankömmling vor dem Haustor, erster Blick, nachdem wir ihn aus seiner misslichen Lage befreiten, denn die Kinder trugen ihn nicht gerade sanft zu uns.

Auch wäre hier noch zu erwähnen, dass die Gefahren für das Kitten nicht zwingend durch andere Wildtiere besteht, sondern eher durch die Kinder, welche einen sehr groben Umgang pflegen. Da wird das kleine einfach am Schwanz hochgehoben oder auch nur an einem Ohr, es ist kaum anzusehen. Es sind eben Kinder, die nicht gezeigt bekommen von ihren Eltern, wie mit solchen Tieren umgegangen werden soll.

Obwohl wir versuchten diesen Misstand zu begleichen und zeigten wie vorsichtig vorzugehen ist, bleibt es für die Kinder nicht verständlich, wie auch, sie kennen es von ihren Eltern, welche kein grosses Aufsehen machen. Naja, Tiere sind leider nur zum fressen da hier in Tansania, verübeln kann Mensch es nicht wirklich, wenn man sieht, wie wenig viele haben und Essen schlussendlich existenziell ist. Der fehlende Respekt macht oft schon traurig, aber was will Mensch machen, es ist wie es ist, wir wünschen dass auch dies bald eine Veränderung erfährt, wir werden sehen.

Unser neue Gast, noch unsicher, wo bin ich denn hier gelandet
Erster Kontakt
Max, im Vergleich bereits ein richtiger Brocken, beobachtet genau, was da Neues angekommen ist. Leider noch nicht sehr freundlich zum Neuankömmling. Wegen der Aufregung des eingeklemmten Fingers, konnte die erste Bekanntschaft mit Max nicht optimal erfolgen.

Der Zwischenfall am gleichen Tag

Nachdem wir keine Katzenmutter oder ein Nestähnlicher Ort gefunden hatten und uns dazu entschieden, den kleinen aufzunehmen, mussten natürlich die Kinder noch eine Frucht erhalten. Es sollte nicht als Belohnung dienen, denn wir ermahnten sie, keine weiteren Katzen mehr zu uns zu bringen, es sei wichtig, die Katzen nicht von Ihrer Mutter zu trennen. Ob sie es verstanden haben, möchte ich eher bezweifeln, wir werden sehen.

So erhielte die Rasselbande je eine halbe Passionsfrucht, welche zurzeit in unserem Garten reif täglich auf den Boden fallen, bereit zu essen. Diese lieben sie besonders. trotz des säuerlichen Geschmacks, tauchen sie ihre kleinen Finger in das Fruchtfleich um diesen dann genüsslich abzuschlecken. Es ist immer ein kleiner Tumult, bis alle eine Frucht in Händen halten. Auch heute, gab es Streitereien weil eine Fruchthälfte aus der Hand, in den Sand fiel.

Ich nahm die mit Sand verklebte Hälfte, um diese mit Wasser abzuwaschen, merkte dabei, dass unser Tank komplett leer war, kein Tropfen kam aus dem Gartenschlauch, was ist denn jetzt los, so mein Gedanke. Also spülte Hedli den Sand mit Mineralwasser ab, das andere Problem schauen wir nachher. Zurück am Tor, gab es noch ein Biskuit für jedes Kind und gut war, so wenigsten mein Wunsch. Es kam anders. Als ich das Haustor wieder schliessen wollte, gab es draussen ein Geschrei, nochmals öffnete ich zum Glück die Tür und erkannte sofort, dass schon wieder eines der Kinder seine Finger im Türspalt eingeklemmt hatte, obwohl ich zum 1000ensten mal und immer wieder darauf hinweise, die Hände und Finger vom Tor zu entfernen, wenn ich die Türe schliesse.

Schnell nahm ich den laut weinenden Kleinen Jungen in die Arme um ihn zu trösten und zugleich die anderen Kinder, besonders den grössten auszuschimpfen, denn auch er hatte schon mal seinen Finger eingeklemmt. Ich schickte wütend alle Kinder fort, damit wir uns um den Patienten kümmern konnten. Im Haus erkannten wir, dass er riesiges Glück im Unglück hatte, nicht der ganze Finger war eingeklemmt, sondern „nur“ die Fingerkuppe. Oh war ich froh, nicht auszudenken, wenn ein Kind bei uns eine gröbere Verletzung einfangen würde. Es zeigte sich schnell, dass es halb so schlimm war, mit einem Keks im Mund und den Finger zur Abkühlung im Wasser, war der kleine schon bald zufrieden. Als psychologische Massnahme, wurde noch eine Salbe auf den betroffenen Finger  aufgetragen und mit einem Pflaster umwickelt. Mit zusätzlichem Kaugummi in der Hand, konnte der Patient zufrieden wieder entlassen werden. Ein Tag voller Aufregung, zum Glück wurden alle betroffenen gerettet.

Der kleine Patient wird versorgt, mit Pflaster und Biskuit

18. März - 2026 - Unsere Liegen montiert

Wie versprochen, hier noch zwei Bilder, mit den neuen und jetzt zusammengebauten Liegen. Noch sind diese nicht völlig ausgetrocknet, daher sind die Matratzen noch nicht bezogen und bleiben vorerst noch im Schutzplastik. Das eher feuchte Wetter draussen, lässt das Holz der Betten nur langsam trocknen. Für ein Bild reicht es aber allemal und natürlich hat Max das Ganze bereits als neuen Platz in Beschlag genommen.

Das erste Bett im Wohnbereich
Das zweite Bett im kleinen Zimmer, welches wir auch noch haben, auch hier muss natürlich Max an vorderster Front dabei sein.

Im März - 2026 - Unsere Passionsfrüchte

Überall im Garten wachsen die gepflanzten Passionsfrüchte, welche alle aus Samen von Hedli (Ursula) gezogen wurden. Manche sterben seltsamerweise plötzlich ab und verdorren, aber viele gedeihen auch wunderbar. Mittlerweile wächst diese Kletterpflanze und sucht sich den eigenen Kletterweg. Die Kinder lieben diese Frucht, welche Mcheni genannt wird und drängen uns immer wieder, die noch unreifen Früchte vor dem Haustor für sie herunter zu holen. Immer wieder müssen wir erklären, dass diese unreif sind und nicht gut schmecken. Wenn sie von alleine herunter fallen, seien diese Reif und die Kinder können diese dann auflesen und Essen. Ab und zu verteilen wir, die Früchte in zwei geschnittene Hälften, unter den Kindern, wie jetzt, wo besonders viele herangereift sind. Das ganze Jahr über können wir ernten, manchmal mehr, dann wieder weniger. Für uns bietet diese Frucht eine sehr fruchtige Ergänzung in unseren Fruchtmüeslis, welche wir nicht mehr missen möchten. Sie sind extrem lange haltbar, und reifen optimal kontinuierlich heran, die beste Frucht die ich kenne mit unterschiedlichen Namen wie eben hier in Tansania mit Mcheni wie die Kinder sie nennen (Translater=shauku), oder als Maracuja in Südamerika und als Passinsfrucht in Europa. 

Passionsfrüchte als Kletterpflanze, welche sich an den von uns gepflanzten Bäumen Hochschlingern.
Reife Passionsfrüchte. Wir warten bis diese von selbst herunterfallen, nur dann sind sie wirklich reif und können danach noch Tage, wenn nicht sogar Wochen, problemlos gelagert werden. Jeden Tag fallen 3-4 Früchte auf den Boden, welche bei der täglichen Gartenroutine einfach aufgelesen werden.

19. März - 2026 - Eine auffällige Pfütze

Nahe am Haus, zeigte sich plötzlich eine Wasserpfütze, an einem Ort, wo keine Pfütze sein dürfte, oh je, kein gutes Zeichen. Schon einmal war an ähnlicher Stelle eine Wasserrohrleitung leck geschlagen. Um genaueres zu erfahren, war es nicht zu vermeiden, die Schaufel zu packen und zu graben.

Mit der Schaufel schob ich die oberste Schicht Kies und Sand weg, dann zeigte sich schon, aus welcher Richtung das Wasser wahrscheinlich kommen könnte.
Unser Chef; Kater Max, stets mit ganz genauer Beobachtung ganz vorne am Geschehen dabei.

Direkt unter unserem sonst normalen Waschplatz, welcher mit Steinen belegt ist, scheint das Übel zu sitzen. Also zuerst einmal einige Steine weg damit ein Graben überhaupt möglich wird. Schon bald stiess ich auf den Übeltäter. Ein Rohr, welches in einem viel zu engen Radius verschraubt wurde. Genau in der Bogenmitte, riss denn auch die Leitung und Wasser drang ins Erddreich. Ein Tag zuvor, fragten wir uns noch, weil der Wassertank plötzlich leer war, ob wir einen Wasserhahnen zu lange offen liessen im Garten ohne es zu bemerken, es war nicht ganz klar. Nun war dieses Rätsel gelöst, ein Leck entleerte unser Wasserreservoir.

Bauführer-Kater-Max an vorderster Front um die Situation zu beurteilen.
Freilegung des defekten Rohres, Max gibt Anweisungen, damit kein grösserer Schaden entsteht.

Der einfachste Teil dieser Übung hätten wir also mit Bravour bestanden. Der zweite Teil stellte uns schon vor eine grössere Herausforderung. Haben wir eine Zwischenmuffe, damit der defekte Teil einfach heraus geschnitten werden kann um die daraus resultierenden zwei Rohrenden wieder miteinander zu Verbinden? Nun, in Tansania wird nichts weggeworfen, was eventuell irgendeinmal einen grossen Nutzen bieten könnte und sei es nur ein Stück verborgenen Draht. Das Glück war auf unserer Seite, in unserem Abstellraum, fand sich genau das dringend benötigte und noch dazu passende Zwischenmuffe, komplett mit Dichtringen und alles was dazu gehört.

Wasserleitung mit Leck, direkt mitten im Rohrbogen, wo die Belastung am höchsten war. Definitiv ein zu enger Radius für dieses nicht sehr elastische Rohrmaterial.

Der defekte Rohrabschnitt wurde herausgeschnitten und die Verbindungsmuffe eingesetzt. Mit grossem Kraftaufwand gelang es, die zwei Rohrenden miteinander zu verbinden. Beide Muffen wurden von Hand festgezogen, so gut es eben ohne Rohrzange möglich war. Es half nicht, die Verbindung war zu starkem Druck ausgesetzt, zu ungünstig ist alles zueinander ausgerichtet, das Ganze leckte sofort, wenn Druck auf die Leitung kam. Sooo kann also die Lösung nicht aussehen, aber wie sonst?

Unser Chef, Kater Max, gab sein OK, dass eine andere Lösung gesucht werden muss, es sei unmöglich diese Verbindung ohne Murks und Knurz zusammen zu schrauben, dass sehe jeder geübte Handwerker schon vorher. Wie wir wissen, der Chef hat immer recht, also werden unsere grauen Zellen bemüht, damit eine alternative Lösung angegangen werden kann. Unsere Köpfe begannen schon an zu rauchen, was hier in Tansania zum Glück nicht weiter auffällt, denn fast täglich brennt hier irgendwo ein Feuer, um den gesammelten Abfall zu verbrennen, tja, so ist das leider, aber was will Mensch machen, wenn es keine Müllabfuhr auf dem Lande gibt. Nach kurzem aufstieg von Rauch aus unseren Köpfen, war nicht der Papst gewählt, sondern unsere Lösung zeigte sich glas klar vor unseren Augen.

Obwohl uns das Zwischenstück die Chance gab, die beiden entstandenen Rohrenden wieder miteinander zu verbinden, zeigte sich schnell, dass alles zu einem ungünstigen Winkel zueinander stand. Zu viel Druck musste ausgeübt werden, um überhaupt die Rohrenden in die Muffe zu bekommen. Schnell wurde klar, so wird es nicht funktionieren können. Eine andere Lösung musste her.

Es geht nicht anders, das bereits verwendete T-Stück muss anders eingesetzt werden, nämlich um 90° gedreht. So können alle drei Rohre ohne Spannung und Druck mühelos miteinander verbunden werden. Das benötigte Material dazu, zwei längere Schlauchenden, ist vorhanden und die zusätzliche notwendige Grabungsarbeit, damit die Rohre passender zueinander ausgerichtet werden können, bleibt reine Fleissarbeit, welches auch kein Problem darstellen dürfte. Die Verbindungsmuffe, der ersten Lösung, kann also eingespart werden, was unser Chef, unser Kater Max sicher freut und uns dafür bestimmt ein kühles Getränk als Belohnung servieren wird.

Strengste Überwachung während den zusätzlichen Grabungsarbeiten durch Chef-Max

Zwei Rohre wurden also entsprechend in der Länge angepasst und eingesetzt, das dritte sollte unverändert bleiben, da es bereits schon jetzt eher knapp aus dem Erdreich ragt. Das T-Stück wie geplant, um 90° gedreht und mit den drei Rohrenden nacheinander verbunden. Trara, fertig und bereit für den Dichtungstest. Wasser Marsch, befiehlt Kater Max und schon erkannten wir, einen kleinen Spritzbrunnen. Das kann nicht sein, wo liegt denn jetzt noch das Problem. Alle Muffen wurden nochmals von Hand so fest es eben möglich war festgezogen und siehe da, eine konnte tatsächlich mehrere Umdrehungen zusätzlich angezogen werden. Also nochmals ein Dichtungstest und diesmal, oh Wunder, alles dicht. Wir reichten uns die Hände, dem Chef die Pfote, äh, anders herum, der Chef reichte uns die Pfote und wir die Hände, aber egal, Ende gut alles Gut und zum Glück dicht. Der Graben bleibt vorerst zwei Tage offen, sicher ist sicher.

Alle sind zufrieden, sogar unser Chef Kater Max, hat uns zu einem Tee eingeladen…
…ein erfolgreicher Tag geht zu Ende und Mensch spürt, dass er keine 20 mehr ist.

3. April - 2026 - Katzentüre

Unsere zwei Hausgenossen sollen eine Möglichkeit haben, auch ohne unsere Hilfe das Haus zu verlassen, oder auch wieder nach Hause zu kommen. Eine Katzentüre soll entstehen. Obwohl momentan der Kleine (bewusst noch ohne Namen) das Haus ohne unsere Aufsicht nicht verlassen soll, war es genau dieser Schlaumeier, welcher zuerst den neuen Ausgang entdeckte und prompt ausprobierte. Max, welcher immer zur Stelle ist, wenn etwas im Garten gewerkelt, oder sonst etwas gebaut wird, bewachte stattdessen die neue Eintrittspforte von aussen. Er staunte nicht schlecht, als plötzlich der Neuling aus der Öffnung heraus kam. Die beiden verstehen sich mittlerweile sehr gut, wenn sich auch Max manchmal etwas vergisst, welches zerbrechliche Wesen mit ihm spielt.  In diesen seltenen Fällen schreiten wir dann ein und erlösen den kleinen Racker, welcher aber, kaum losgelassen, erneut den Weg zu Max ansteuert, ohne Bedenken auf eventuelle grobe Spiele. Danach schlafen die beiden, an Ort und Stelle bis zum nächsten Kampfspiel. Obwohl nie geplant, sind wir nun doch froh, ist Max nicht mehr alleine und der Kleine hat, so unser Wunsch, eine angenehme und sichere Zukunft. 

Das neue Katzentor wird eingeweiht. Einer kontrolliert den Ausgang und der zweite, wie es sich anfühlt hindurch zu gehen. Das passt doch wieder einmal.
Nach dem Spiel, den verdienten Schlaf in Gemeinsamkeit.

4. April - 2026 - Der neue Fussbal

Auf unserer Hausstrecke zum Einkaufen, fahren wir an einer BodaBoda Station vorbei. Seit dem ersten Tag grüssten wir uns gegenseitig immer wieder freundlich. Ab und zu stoppten wir für eine kurze Unterhaltung und natürlich kommt dann oft die Frage, für eine kleine Support Leistung, wie Fussballschuhe oder Benzin für den Stromgenerator, welcher beim nächsten Fest genutzt werden soll. Meist helfen wir mit  kleineren Geldbeträgen und können so etwas Freude schenken.

Zuletzt sollte unsere Finanzspritze zur Anschaffung eines neuen Fussballs dienen. Da die Jungs immer freundlich und wirklich nicht aufdringlich sind, stimmten wir zu, jedoch mit der Bedingung, ein Foto der Anschaffung zu erhalten. Das sei kein Problem, wir seien auch eingeladen, diese Tage wenn das grosse Spiel stattfinden wird, als ihre Gäste zuzuschauen.

Aus dem Zuschauen eines Fussballmatches kam es zwar nicht, denn einmal wurde es verschoben, als wir vor Ort waren und beim zweiten Termin, war das Spielfeld mit den zwei Toren noch nicht fertig aufgebaut und sowieso sei das Spiel um eine Stunde verschoben worden. Sie entschuldigten sich mit dem Spruch; das sei eben Africa, und lachten.

Die versprochenen Bilder erhielten wir jedoch noch am gleichen Abend, so hat das angepriesene Spiel scheinbar dann tatsächlich doch noch stattgefunden.

Stolz wurde der neue Ball mit einer Nachricht an uns präsentiert.
Am selben Abend dann die Aufnahme des Fussballteams welche auch durch eine WhatsApp-Nachricht übermittelt wurde. Schön zu sehen, dass nicht viel notwendig ist um Freude zu schenken. Der Junge Mann in der Mitte stehend mit dem Namen Aucho war der Initiant und Vermittler.

6. April - 2026 - Gemüseeinkauf

Hier ein kurzes Video, welches einen kleinen Einblick verschafft, wo und wie wir unser Gemüse auf dem regelmässig stattfindenden Wochenmarkt einkaufen. Meist nutzen wir nur diesen eher ruhigen Abschnittes des Wochenmarktes, welcher sich über eine grössere Fläche verteilt und allerlei anzubieten hat. Da gibt es gebrauchte und neue Schuhe zu kaufen, bis hin über Seife, Geschirr, Kleider, Uhren und vieles mehr. Heute aber nur die von uns genutzte „Gemüseabteilung“, viel Spass.